Donnerstag, 10. Februar 2011

DIY - Anleitung Schlafmaske nähen, ein Tutorial

So, nun eine Anleitung zum Nachnähen der Schlafmaske mit cooler Füllung (siehe hier). 



Das ist garnicht so leicht, da ich das gute Stück komplett ohne Anleitung und Schnittmuster genäht habe. Deswegen verfolge ich nun jeden Schritt zurück und versuche so genau wie möglich zu erklären, wie ich das gemacht habe. Ich habe auch ein Schnittmuster erstellt, welches aber jeder auf seinen Kopf anpassen muss. Meine Maske ist zum Beispiel winzig, weil mein Kopf nunmal auch winzig ist. Daher habe ich das Schnittmuster etwas größer gemacht. Wer dieses gerne als Pdf per E-Mail haben mag, bitte Kommentar mit Adresse da lassen oder eine E-Mail an maedchenspricht@googlemail.com.


Und los gehts. Einen Stoff/Stoffe auswählen. Ob der jetzt vorn und hinten gleich sein soll, oder wie bei mir unterschiedlich, ist egal. Am besten nimmt man dort wo die Maske Augenkontakt hat etwas angenehmes und weiches. 


Nun kommt das Schnittmuster zum Einsatz, einmal auf den Stoff für die Vorderseite und einmal auf den Stoff für die Rückseite zeichen und mit einer Nahtzugabe von ca. 1cm ausschneiden. Ab hier gibt es zwei Wege, einmal den etwas umständlicheren (damit ist die Leo-Maske entstanden) und einen etwas leichteren. 




Weg 1: Man näht die beiden Seiten links auf links aneinander und lässt dabei eine kleine Öffnungen für das Einfüllen von Amaranth und Lavendel auf. Dann befüllt man die Maske nach Gefühl, natürlich nicht prall voll, sonst schmiegt sie sich ja nicht mehr so schön an. Die Öffnung wird dann auch verschlossen. Und nun kommt der umständliche Teil, der mir auch (wie man in den Nahaufnahmen ganz gut erkennen kann) mangels Erfahrung nicht so gut gelungen ist. (Die ganzen Flusen auf den Bildern kommen übrigens von dem Leo-Stoff, habe wirklich versucht sie zu entfernen) 



Es geht um diese schwarze Einfassung um die Brille, ich habe schwarzen Stoff genommen und einen langen schmalen Streifen abgeschnitten, doppelt gefaltet und gebügelt, so dass ich ihn einmal rund um die Brille nähen konnte. Das habe ich nicht so schön hinbekommen und mittlerweile weiß ich auch, dass es für so etwas vorgefalztes Schrägband gibt. Das ist bestimmt leichter. Zum Schluss habe ich zwei Streifen aus dem Leo-Stoff geschnitten, wieder an meinen Kopf angepasst und Gummiband so rein genäht, dass man den Stoff noch etwas stretchen kann und er leichte Falten wirft, wenn er nicht gestretcht ist. (Versteht überhaupt irgendjemand, was ich hier blubber?) 




Das Band, nach einer abschließenden Anpassung an den Schädel, von hinten an die Brille annähen. Wie man sieht gibt es hier viele Punkte, die verbesserungswürdig sind. Zum Beispiel das "Schrägband" oder die Methode der Befestigung des Bandes.


Deswegen kommen wir hiermit zu

Weg 2: Dazu habe ich leider keine Bilder, da die Stücke verschenkt wurden und ich natürlich vergessen habe meine Meisterleistungen festzuhalten.
Man näht die beiden Seiten rechts auf rechts aneinander und lässt dabei an den beiden Seiten eine Öffnung um das Band zu befestigen (Die Stellen habe ich auf dem Schnittmuster markiert). Dann wendet man die Maske (so dass jetzt die richtige Seite wieder Außen ist) und stellt, wie oben erklärt, das Band her. Dieses näht man auf einer der beiden Seiten zwischen die Vorder- und Rückseite und schließt damit die erste Öffnung. 



Durch die Zweite wird die Maske befüllt und danach wird auch hier das Band eingenäht. Damit ist die Maske viel schneller fertig als die erste, aber auch weniger interessant.


Abweichend kann man statt dem Gummi-Band auch einfach zwei einzelne Bänder annähen, die man hinter dem Kopf bindet. Das wollte ich nicht, da ich wenn ich mit dem Hinterkopf auf irgendwas liege sicherlich nicht entspannen kann.


So, wenn jemand noch Fragen hat...nur zu!


Dienstag, 8. Februar 2011

Schlafmaske selbstgenäht

Ich stöbere unheimlich gerne bei Dawanda in allen nur erdenklichen Kategorien und entdecke ständig neue Dinge, die mir sehr gut gefallen. Dabei bin ich auch auf ein Korn gestoßen, welches einige Verkäufer in kleine Kissen gefüllt haben, um die Augen zu Kühlen. Amaranth heißt das "Korn der Azteken" und soll von sich aus kühlende Wirkung haben. Bei Wikipedia findet man es nur als Getreide, welches kein Getreide ist, da glutenfrei und somit super als Getreide-Ersatz verwendbar. Mich allerdings hat die kühlende Eigenschaft mehr interessiert. Ich leide sehr oft unter Migräne und bin über jede Möglichkeit die Schmerzen ohne Tabletten einzudämmen sehr erfreut. Deswegen dachte ich mir, dass das in Form einer solchen Schlafmaske auf den Augen und der Stirn Linderung verschaffen könnte. Finde ich praktischer als ein kleines Kissen, dass bei jeder Bewegung runter fällt. So kann ich auch mal einfach mit dem Ding auf dem Kopf einschlafen.


Also habe ich mir Amaranth besorgt (bei Ebay glaube ich) und habe mir diese Maske genäht. Zu dem Amaranth im Inneren kam noch etwas getrockneter Lavendel, auch das soll entspannen.

Also Leo-Stoff Außen und schwarzen Innen (da würde ich das nächste Mal was weicheres als den normalen Ikea-Stoff wählen), ein Band mit Gummizug und fertig war das Wunderding. Und ja, was soll ich sagen, niemand glaubt es mir bis er/sie es selbst gefühlt hat, aber die Maske kühlt tatsächlich und wenn man es noch kurz in den Kühlschrank legt, verstärkt sich die Wirkung noch. Klar ist das kein Heilmittel gegen die bösen Migräne, aber es hilft. Mittlerweile durfte ich schon meiner Oma sowie meiner Patentante auch eins andrehen, anderes Design natürlich, aber auch die sind begeistert.

Amaranth ist auf jeden Fall ein tolles Nicht-Getreide, super Korn, ich mags.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Babyschlafsack selbstnähen

Ich starte ein neues Projekt. Ich möchte für das Baby eines Bekannten einen Schlafsack nähen. Ich habe wahrscheinlich noch ca. fünf Wochen Zeit bis das Kind geboren wird. Es wird ein Junge.

Am Sonntag also habe ich meine Stoffauswahl getroffen und bestellt. Erstaunlicherweise kamen alle Sachen dienstags schon an (nur auf den Reißverschluss warte ich noch). Das ging ja wirklich fix. Dann kann ich die Tage schon loslegen und bin gewappnet, falls das Kind doch etwas früher kommt. Der kleine Mann scheint nämlich schon jetzt ein Riese zu sein.


Also hier der Stoff für das Äußere. Ich wollte kein typisches "Es wird ein Junge"-blau sondern etwas viel cooleres. Das habe ich in diesem schönen Dawanda Shop gefunden.




Innen gibts einen dicken schwarzen Fleece-Stoff, den ich bei Ebay gekauft habe.




Und gefüllt wird das Ganze dann noch mit 10mm dickem Volumenvlies (auch von Ebay). Ich hoffe damit wird es schön warm sein in dem Schlafsack.


Ich habe mich entschieden den Sack für die Größe 68 zu nähen, da das Kind relativ groß sein wird und dann hoffentlich etwas länger was davon hat. Das mit der Größe ist hier also eher etwas wie ein Glückspiel. Aber früher oder später wird er sicherlich für eine gewisse Zeit reinpassen. Muss ja!


Für alle Materialien habe ich ca. 33 Euro ausgegeben. Dafür kann man wahrscheinlich schon fast einen kaufen, aber ich habe mir das nunmal so jetzt in den Kopf gesetzt. Außerdem werde ich von den Stoffen sicherlich etwas übrig haben und kann sie noch weiter verwenden.




Und so ungefähr habe ich mir die Form vorgestellt. Bin mal gespannt, ob mich das Ergebnis zufrieden stellt und vor allem, wie lange ich dazu brauche.