Dienstag, 31. März 2015

maedchen macht - liebevoll handgefertigte Unikate aus hochwertigen Materialien.

Diesen Post schrieb ich in Gedanken schon sicher hunderte Male. Seit über einem Jahr besteht mein Plan einen Dawanda-Shop zu eröffnen und seit August sollte er eigentlich längst online sein. Aber das Leben kam mir dazwischen. Und die Unsicherheit. Wie mache ich die Bilder, gefällt überhaupt irgendwem der Kram, lohnt der Aufwand?

Jetzt habe ich die letzten Tage des Zwangsurlaubs genutzt und endlich Ernst gemacht. Und es ist mir nicht mehr so wichtig, wie erfolgreich das Ganze sein wird. Es ist mein Hobby und ich liebe es. Es gleicht mich aus, es entspannt mich und macht mich zu einem glücklicheren und zufriedenerem Menschen.

Ich weiß auch, dass es nähende Muddis gerade im Überfluss gibt, aber ich nähe schon seit meiner frühen Kindheit und kann daher wirklich sagen, dass es bei mir keine Modeerscheinung ist. Ich habe schon in der Grundschule aus den alten Kunstleder-Resten unserer neuen Eckbank (kennt die Dinger noch wer?) Kleidung für meine Puppe und einen Rock für mein Karnevalskostüm genäht. Per Hand! Ich habe in meiner Jugend mit der bockigen Maschine meiner Mutter so einige Kämpfe ausgefochten. Habe das Nähen während des Studiums gemeinsam mit meiner liebsten Kommilitonin wieder entdeckt und nähe seitdem eigentlich regelmäßig.

Einige Monate nach der Geburt der Elfe bekam ich von meinem Mann eine Overlock geschenkt, was mir das Kleidung nähen sehr erleichtert und noch einmal eine gute Portion Spaß mit rein bringt.

Lange Rede, gar kein Sinn:

Er ist endlich online. Mein Baby, mein Herzblut.

Mein Dawanda-Shop:

maedchen macht...



Ich hoffe ihr schaut mal vorbei.

Hier wird es dann auch in regelmäßigen Abständen Neuigkeiten zum Shop geben.


Samstag, 28. März 2015

Geschichten vom Scheitern #geschichtenvomscheitern

Ich schätze alle Eltern kennen das Gefühl zu Scheitern. An die eigenen Grenzen zu kommen, Vorsätze zu brechen oder trotz aller Geduld und Liebe gegen eine Wand zu laufen. 

Wir haben natürlich auch eine Vorstellung davon, wie wir gerne mit der Elfe umgehen möchten. Aber auch eine Vorstellung davon, welches Verhalten wir im Gegenzug erhoffen. 

Ein Beispiel:
Wenn ich sie mit Worten auf das Vorhaben sie zu Wickeln vorbereite, sie nicht aus dem Spiel reiße und generell beim Wickeln nicht grob mit ihr umgehe sondern sanft und einfühlsam. Wenn Sie helfen darf, so weit sie kann und möchte oder es zumindest versuchen kann, dann erhoffe ich mir davon, dass sie das Wickeln annimmt und nicht zappelt, schreit, motzt, versucht sich vom Wickeltisch zu stürzen etc. Leider entspricht das nicht der Realität. Zur Zeit ist sie einfach mit anderen Dingen so beschäftigt und hat sehr selten die Geduld für dieses Prozedere. Verstehe ich auch und deswegen versuche ich das Ganze dann zügig, ruhig und trotzdem sanft hinter uns zu bringen. 150 Mal und beim 151. Mal bin ich dann doch genervt, hab schlecht geschlafen oder keine Zeit und schimpfe mit ihr und wickel sie einfach ohne groß auf sie und ihr Verhalten einzugehen. Macht natürlich nichts besser und ich fühle mich danach schlecht, bin gescheitert und ärgere mich über mich selbst. 

Kleinigkeiten werdet ihr jetzt vielleicht denken. Und das stimmt natürlich auch, aber so oder so ähnlich lässt sich das auf viele Situationen im Alltag mit der Elfe übertragen. Auf Wut, auf Trödeln, auf nicht Hören... 

Ich frage mich eben, was es bringt in 98% der Fälle das für mich Richtige zu tun, wenn ich in 2% genau das Gegenteil mache? Ist dann alles für die Füße? Verwirre ich die Elfe? Was ist das, was bei ihr hängen bleibt und sie prägt? 

Ich scheitere also ganz klar an der Durchgängigkeit mich so zu Verhalten, wie ich es für richtig erachte. Ich glaube nicht, dass ich das komplett abstellen kann und ich schätze, ich kratze gerade erst an der Spitze des Eisberges, da die Elfe nicht einmal zwei Jahre alt ist und sicher noch einiges auf Lager hat, mich aus dem Konzept zu bringen. Puh...


Mit diesem Post nehme ich an der Blogparade zu #geschichtenvomscheitern" auf dem Blog "Grosse Köpfe" teil.

Dienstag, 24. März 2015

Der Name unserer Tochter

Frühlingskindermama erzählt auf ihrem Blog, wie es zu den Namen ihrer Kinder kam. Das finde ich sehr interessant und zu dem Namen unserer Elfe gibt es natürlich auch eine Geschichte.

Vor acht Jahren wurden der Mann und ich ein Paar. Bis heute schauen wir gerne gemeinsam Serien an. Zu Beginn unserer Beziehung hatten wir noch die Möglichkeit viel Zeit im Bett oder auf der Couch vor der Glotze zu verbringen und dieser Leidenschaft zu frönen. Und in einer dieser Serien lief uns dann der zukünftige Name unserer Tochter über den Weg. Einfach so und wir entschieden nach ca. einem Jahr Beziehung, wie die Elfe nach fünf weiteren Jahren wirklich genannt werden würde.

Wir dachten auch gar nicht weiter über Kindernamen nach, das war alles noch so entfernt. Für einen Jungsnamen entschieden wir uns dann auch erst kurz vor der Schwangerschaft. Der Mädchenname wurde nie wieder diskutiert.

Als ich dann schwanger wurde belegte der Wunsch-Mädchenname einen der höchsten Plätze der meist vergebenen Namen in Deutschland. Für mich eigentlich ein absolutes Ausschusskriterium, ich wollte nie einen Namen, den unsere Tochter sich später mit drei Klassenkameradinnen teilen muss. Aber es war doch unser Name, er stand schon so lange fest und als dann klar war, wir würden ein Mädchen bekommen, konnten wir uns einfach keinen anderen Namen für sie vorstellen.


Also blieb es dabei, die Elfe bekam den einen Namen, den wir vor Jahren frisch verliebt für sie auswählten. Und er ist perfekt für sie, kurz und super zu unserem ebenfalls sehr kurzen Nachnamen passend. Ich würde mich immer wieder so entscheiden.

Mittwoch, 18. März 2015

Hallo Zukunft - hier bin ich

Heute war also mein letzter Arbeitstag. Nachdem ich letzte Woche komplett flach lag und ab morgen meinen Resturlaub antrete, hatte ich diese Woche noch drei Tage hinter mich zu bringen. Denn, seien wir mal ehrlich, ist so eine Kündigung erst ausgesprochen und das auch noch von Arbeitgeberseite, ist es mit der Motivation nicht mehr so weit her. Das ist ganz normal und dennoch wollte ich meine Sachen anständig übergeben, alles so hinterlassen, dass sich der/die Nächste in dem Projekt zurecht findet.

So freute ich mich also sehr auf den heutigen Tag. Dieses Kapitel hinter mir lassen, ein wenig Urlaub haben und vor allem neu starten. In einen neuen Job, den ich hoffentlich ganz schnell finde, in den Frühling, in den Sommer, in einen nächsten Abschnitt.

Um irgendwie mitten am Tag einen ordentlichen Abschluss zu finden, beschloss ich ausnahmsweise mit den Kollegen zu Mittag zu essen und mich dann fröhlich in den Feierabend und aus diesem Job zu verziehen. Ich war auch gar nicht wehmütig oder traurig, ich habe wirklich meinen Frieden damit gemacht, dass ich dort nicht bleiben kann.

Zur Verabschiedung bekam ich dann vom Team einen schönen Blumenstrauß und ganz viele warme und nette Worte mit auf den Weg. Das hat mich doch arg überrascht und gerührt.


So habe ich dann auf der Heimfahrt doch ein paar Tränchen verdrückt. Tatsache ist nämlich, dass ich trotz der Freude über den Neuanfang und trotz meines Optimismus dennoch auch Angst vor der Zukunft habe. Ich denke aber, es ist ein gesunder Respekt vor dem Ungewissen, der mich auch antreibt, schließlich fallen gute Jobs nicht vom Himmel. Ich bin gespannt, wie es nun weiter geht..

Freitag, 6. März 2015

Friday Fives

Diese Woche möchte ich gerne wieder an den Friday Fives teilnehmen.

Meine Woche war ereignisreich und läutet eine neue, spannende und etwas angsteinflößende Zeit ein.

Trotzdem oder gerade deswegen bin ich dankbar für:

1. Meine Kündigung
Mir wurde zum Monatsende gekündigt und obwohl ich es seit Wochen im Gefühl und große Angst vor dem Moment hatte, war es wie eine Befreiung. Natürlich kommt da nun eine finanzielle Ungewissheit auf uns zu, aber ich bin sicher etwas zu finden, was mich glücklicher macht.

2. Bewerbungen schreiben
Mir bereitet es gerade Freude in die Zukunft zu blicken.

3. Resturlaub
Dank der Tatsache, dieses Jahr noch keinen Urlaub genommen zu haben, kann ich ab dem 20.03. zu Hause bleiben. Da die Elfe in der Zeit vormittags in die Kita geht, habe ich erstmals seit ihrer Geburt Zeit Dinge zu erledigen. Frühjahrsputz zum Beispiel, Nähen, meinen Dawanda-Shop eröffnen, Bloggen...

4. Frühling
Bald kommt er ganz sicher. Ich freu mich so arg auf schöneres Wetter. Wir versuchen nun ein Eck im Garten hübsch zu bekommen, damit die Elfe im Sommer draußen spielen, toben und planschen kann.


5. Rabaukenelfe
Ich muss leider gestehen total darauf zu stehen, dass meine kleine zarte Elfe so ein Draufgängerkind ist. Vor ihr ist nichts sicher und ständig stellt sie Unfug an und ich kann nur daneben stehen und schmunzeln.

Montag, 2. März 2015

Meine Geburt meine Entscheidung #meineGeburtmeineEntscheidung

Frau Mierau fragt nach dem Zeitpunkt an dem ich froh um die Hebamme an meiner Seite war. 

Mit einem Tweet oder einem einzelnen Kommentar ist das leider nicht beantwortet, deswegen dieser Post. 

Ich war froh 

- als Hebamme A im Geburtshaus merkte, dass wir nicht so harmonieren und uns weiter von Hebamme B, der lieben Julia, betreuen ließ.
- als Julia einfach vom ersten Moment an die Richtige für uns war.
- als sie mit dem winzigen Baby in meinem Bauch Kontakt aufnahm, bevor sie mich berührte.
- als ich nach einer unnötigen Untersuchung durch meine Frauenärztin Blutungen und große Angst vor einem zu kurzen Gebärmutterhals hatte und sie mich so beruhigen konnte, dass die Blutungen und Krämpfe verschwanden.
- als sie uns so viel Sicherheit gab, dass wir uns statt der geplanten Geburt im Geburtshaus für eine Hausgeburt entschieden.
- als sie auch im Geburtvorbereitungskurs einfach nur toll und bereichernd war.
- als wir über den ET gingen und sie das total gelassen sah.
- natürlich als sie während der Geburt sehr aufbauend, ruhig und positiv war.
- als sie mir ein Ultimatum zur Verlegung von zu Hause ins Krankenhaus setzte um es dann nicht einzuhalten, weil doch ein Fortschritt erkennbar war.
- als sie mir nach der Geburt im Bad, wo ich wegen Kreislauf auf dem Boden lag die Beine hoch hielt und erzählte, dass mein Nagellack an den Zehnägeln abblättert.
- jedes Mal wenn sie in der Nachsorge die kleine Elfe auf den Arm nahm. Sie hat da so eine ganz spezielle Art und Gestik, die einfach nur pure Ruhe und Achtsamkeit ausstrahlt.
- als sie mir durch meine Brustentzündungen und 6 Wochen offene Brustwarzen half. Mit allem, was ihr möglich war.
- als sie mir immer wieder versicherte, dass mit der Elfe alles in Ordnung ist auch wenn sie unter allen Kurven liegt.
- als sie mir immerzu mit Rat und Tat zum Stillen beistand.
- als die Elfe viel weinte und sie uns erklärte, dass das nicht unnormal sei und wie wir für sie da sein können.
- als sie eine Freundin wurde, die wenn sie in der Nähe ist auf einen Besuch vorbeikommt und wir regelmäßig Kontakt halten. 

Generell war und ist eigentlich jeder Kontakt mit ihr mindestens eine angenehme Unterhaltung und im Bezug auf Vorsorge, Geburtsbegleitung und Nachsorge war sie einfach immer perfekt für uns. Sie hat uns auf den Weg gebracht, die Eltern zu werden, die wir jetzt sind und in Zukunft sein werden.

Heute hat sie Geburtstag und ich wünsche ihr einen wundervollen Tag und ein aufregendes neues Lebensjahr mit vielen Geburten, die sie mit so viel Herz und Liebe begleitet, dass sie danach tagelang "high" ist. 

Niemals dürfen die Hebammen abgeschafft werden! Niemals!